![]() |
Der Stadtspiegel Gardelegen schrieb über den Modellbauer Claus Bolze-Ludwig 08/2009 folgenden Bericht:
Foto: Stadtspiegel Gardelegen
Den alten Schulgleiter "SG-38", zehn Meter Flügelspannweite, 75 Kilogramm schwer und sechs Meter
lang (nach dem Konstrukteur Edmund Scheider aus Grunau (Riesengebirge) aus dem Konstruktionsjahr 1938 benannt),
hatte Modellbauer Claus Bolze-Ludwig, neben zahlreichen anderen maßstabsgetreuen Flugzeugen, bereits als
Modell nachgebaut. Dieses alte Fluggerät im Original nachzubauen, das ist eine neue Herausforderung für den
gelernten Radio- und Fernsehtechniker aus Klinke bei Vinzelberg. Zu diesem Zweck erwirbt der Hobbypilot
zur Zeit seinen Flugschein in Gardelegen.
Der Zündfunke entstand bereits 2005 während eines Fliegertreffens auf der Wasserkuppe in der Rhön. Dort trafen sich
Besitzer und Liebhaber von Originalen des "SG-38" und der kleineren Variante als Modell.
Ermutigt wurde Claus Bolze-Ludwig durch die Tatsache, dass die Segelflieger in den 30er Jahren ihre Flugzeuge
nach genehmigten Bauplänen selbst gebaut haben. So ein Bauplan ist heute im Besitz des Modellbauers aus Klinke.
Die Liebe zu diesem Flugzeug liegt darin begründet, dass der "SG-38" das erste Segelflugzeug war,
das Bolze-Ludwig 1954 während eines Volksfestes am Lüffinger Dreieck zu Gesicht bekam.
Drei Jahre haben die Vorbereitungsarbeiten zum Bau in Anspruch genommen. Bolze-Ludwig:
"Es war ein schwieriger Weg, alle Unterlagen zusammen zu tragen, die Genehmigungen zu bekommen und das
passende Material zu beschaffen." Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind bereits wichtige Aufgaben abgeschlossen.
"Ich arbeite nach einem System" sagt Bolze-Ludwig, "die Fummelarbeiten an den Spanten zum Beispiel
sind abgeschlossen. Jetzt kommen die gröberen Teile, da sieht man den Bauentwicklung in größeren Schritten und
dadurch bekommen ich wieder einen echten Motivationsschub."
Mit der Fertigstellung will sich der 60 Jährige keinen Stress machen. "Der Weg ist das Ziel", betonte er.
Seiner Meinung nach verspricht das ruhige und sorgfältige Arbeiten den grössten Erfolg. Sein nächstes Ziel ist die
Rohbauabnahme im Herbst 2010. Dann entscheiden Prüfer, ob die bisherigen Arbeiten den Normen und Vorgaben entsprechen.
Neben der baulichen Ausführung und Verarbeitung der Materialien werden auch die umfangreichen Dokumentationen über die
verwendeten Hölzer, Klebstoffe und Seilzüge geprüft,die strengen Auflagen unterliegen. Danach können die Teile ihre
Bespannung bekommen und flugtauglich gemacht werden.
Bolze-Ludwig ist sich jedoch sicher, auf Grund seiner gewissenhaften Vorbereitungszeit alle Kriterien ordnungsgemäß
erfüllt zu haben, um im Frühjahr 2011 den Jungfernflug mit seinem selbst gebauten historischen Schulgleiter absolvieren
zu können.
Text und Foto: Helmut Friedrich
Mit freundlicher Genehmigung des Stadtspiegels Gardelegen sowie Helmut Friedrich
Nach verschiedenen Beschädigung in 2007 wurde der Schulgleiter "Erwin" OK-A910 neu aufgebaut. Die Schwierigkeit bestand
hauptsächlich auch darin, die vorhandenen Teile zu reparieren und zu ergänzen. Diese sind auf den Bilder auch teilweise noch
zu erkennen.
Bei der Reparatur erfuhr der Schulgleiter zusätzlich eine Vergrößerung der Tragfläche auf 11070 mm.
Die folgenden Bilder zeigen einige interessante Einblick in das Innenleben eines Schulgleiters.
Mathias Müller aus Leipzig baut naturgetreue Segel- und Gleitflugzeuge in kleinstem Maßstab,
schätzungsweise 1:100. Diese Flugzeuge werden von ihm orgininalgetreu mit allen Rippen, Ausrüstungsgegenständen und
Bespannung aufgebaut, sodaß die Miniaturen nicht nur dem Vorbild entsprechen, sondern richtige Kunstwerke
sind.
Der gezeigte Schulgleiter ist dabei nur ein Modell aus einer Serie von fast allen bekannten und unbekannten
Segel- und Gleitflugzeugen aus der Epoche der Holzflugzeuge. Diese Sammlung ist überaus sehenswert,
momentan ist sie allerdings nur zum Flugplatzfest in Oschatz regelmäßig zu sehen

Foto: Mathias Müller

Foto: Mathias Müller
Der Schulgleiter SG 38 kann auch weniger aufwendig nachgebaut werden. Beispielsweise als Kartonmodell im Maßstab 1:33. Das hübsche Schulgleitermodell aus Papier gibt es von folgendem Hersteller:
und kann bei verschiedenen Modellbogenversendern bestellt werden.
Das notwendige Werkzeug für den Nachbau besteht aus Papierleim, Faden, Cutter oder Messer, Schneidunterlage,
verschiedene Farben und Pinsel. Hier ein Bild meines noch unfertigen Nachbaus.