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Die unbestätigte Ausbildungsrichtlinie zum Autoschlepp
ist als Erweiterung der DAeC-Richtlinie "Die Segelflugausbildung - Methodik, Richtlinien und
Bestimmungen" von mir erstellt wurden. Sie erweitert das Handbuch um die Anlage E Autoschlepp.
Weitere Hinweise vom DAeC zu dieser Schleppart sind in der SBO und den Startwindenfahrerbestimmungen
zu finden.
Erfahrungsberichte
Am 6.07.2008 wurde unter Anleitung von Harald Meier aus Schönhagen, mit freundlicher Unterstützung
des ansässigem Aero Clubs Berlin e.V. sowie Mitgliedern des Fliegerclubs Schönhagen e.V. eine
Ausbildung zum Autoschlepp mit dem Schulgleiter SG 38 D-1511 erfolgreich durchgeführt.
Der Autoschlepp selbst ist relativ unspektakulär. Das Anschleppen und Abheben wird wie beim F-Schlepp gesteuert,
nur mit dem Unterschied, daß die Beschleunigung abhängig vom Wind geringer sein kann. Nach dem Abheben erreicht
das Flugzeug schnell die notwendige Geschwindigkeit für den Steigflug mit hohem Anstellwinkel, dann fühlt
es sich wie ein Windenstart an und wird genauso ausgesteuert. Entsprechende Vorschriften des Windenstarts
gelten hier sinngemäß.
Geschleppt wurde mit einem Seil von 400m Länge, ausgestattet mit Sollbruchstelle und Fallschirm. Nach ca.
600m Schleppstrecke wurden ungefähr 100 Höhenmeter erreicht, die maximalen Auskuppelhöhen von bis zu
250m bei relativ starkem Seitenwind wurde nach ca. 1000m Schleppstrecke erreicht.
Eine notwendige Voraussetzung für die Ausführung von Autoschlepps ist eine sichere Sprechverbindung
zwischen Schleppfahrzeug und Startleiter. Diese ist entsprechend zu testen, da unter anderem standortabhängige
Phänomene wie die Abschirmung der Funksignale innerhalb des Schleppfahrzeugs auftreten können.
In Tschechien wird der Autoschlepp unter Anleitung von Jiri Lenik etwas anders ausgeführt.
Das Schleppfahrzeug beschleunigt bereits im ungestrafften Seilzustand auf seine Schleppgeschwindigkeit
von ca. 60 km/h. Das ausgelegte Seil strafft sich durch seine Elastizität zügig, aber nicht abrupt.
Der Schulgleiter beschleunigt schnell und hebt ebenfalls zügig ab.
Der Vorteil dieser Schleppmethode liegt auf der Hand: Die Beschleunigungswerte des Schleppfahrzeugs
sind für den Schleppvorgang nicht relevant. Auch relativ schwach motorisierte Fahrzeuge können problemlos
verwendet werden. Damit entspricht diese Art der Ausführung eher vollständig dem Windenstart.